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aktualisiert am 03. Januar 2008

 

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Index:

Einsatz gegen internationale Taschen- und Trickdiebstahlbande
Weihnachtszeit - Zeit der Taschendiebe
Taschendiebstahl auf dem Münchner Oktoberfest 2005
Das Paradies für Taschendiebe
Die Olympischen Spiele von Athen

Einsatz gegen internationale Taschen- und Trickdiebstahlbande

Einen großen Schlag gegen eine international agierende Taschen- und Trickdiebstahlbande konnten die Staatsanwaltschaften Darmstadt und Essen, und Polizeien in Essen  und Südhessen verzeichnen. Am Montag den 14.November 2005 fand die extra einberufene Pressekonferenz statt. Zeitgleich fand im Raum Darmstadt und im Essener Raum eine groß angelegte Polizeiaktion statt. Ziel war es, die Strukturen der Bande zu erschlagen und den Schutz der Kinder wieder herzustellen. Bei der agierenden Bande handelte es sich überwiegend um Angehörige einer ethnischen Minderheit. Die Polizei vollstreckte drei Haftbefehle und übergab 9 Kinder der Obhut des Jugendamtes. Fünf weitere Tatverdächtige wurden in Kooperation ausländischer Polizeien festgenommen. Die Einrichtung einer sechsköpfigen Ermittlungsgruppe bei der Polizei Essen war notwendig geworden, nachdem diese eine Verbindung ins Ruhrgebiet aufgedeckt hatten. Man konnte seitens der Polizei nachweisen, das sich in Essen eine Operationsbasis der Hintermänner befindet. Von dort aus wurden bis zu acht Kinder zur Begehung von Taschen- und Trickdiebstahl auf Diebestour geschickt. Bis zum heutigen Ermittlungsstand summiert sich die Diebessumme auf ca. 180.000 Euro. Die Hintermänner gingen immer nach dem gleichen Schema vor. Gezielt wurden minderjährige Kinder zur Begehung von Taschendiebstählen eingesetzt. Die Ermittlungsbeamten konnten feste Einsatzzeiten, Verbringung und Abholung, das Abkassieren der Beute und Maßnahmen für den Ergreifungsfall durch die Polizei feststellen.

 

Mit dem "erwirtschafteten" Geld bestritten die Hintermänner ihren Lebensunterhalt und finanzierten somit die Erhaltung der bandenmäßigen Struktur. Laut polizeilichen Ermittlungen wurden die Kinder regelrecht zu Straftaten herangezogen und missbraucht. Aufgedeckt wurden auch enge Verbindungen zu anderen organisierten Taschendiebstahlbanden im In- und angrenzenden Ausland, wie z.B. Schweden und Frankreich. Weitere Ermittlungen dauern zur Zeit an.


Weihnachtszeit - Zeit der Taschendiebe

Taschendiebe freuen sich auf die Weihnachtszeit! Auch in diesem Jahr setzen die Polizeien auf eine verstärkte Aufklärung in Bezug auf Taschen- und Trickdiebstahl. Dabei werden nicht nur die uniformierten Polizeikräfte in Schwerpunktbereichen, wie dem Weihnachtsmarkt oder den Innenstädten eingesetzt, auch gezielte Präventionstage z.B. auf Bahnhöfen werden erneut fester Bestandteil der polizeilichen Polizeiarbeit sein.

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind - auch Taschendiebe lieben das enge Treiben auf den Weihnachtsmärkten. Der herrliche Duft frisch gemachter Reibekuchen, gebrannter Mandeln und anderen Köstlichkeiten der Weihnachtszeit zieht nicht nur die vielen Tausend Besucher an, sondern auch Taschendiebe. Es scheint so als könnten die Langfinger den Geruch der prall gefüllten Geldbörsen riechen. Nicht nur im Schutz der  Dämmerung  schlagen  die  Taschendiebe

zu. Die ungebremste Vorfreude der Weihnachtszeit scheint die Vorsicht der Einkaufenden und schlemmenden Besucher wegzuwischen. Handtaschen werden unachtsam zur Seite gestellt, Handtaschen offen getragen und Geldbörsen verschwinden in offene Jackentaschen. Der Weihnahtsstress und die geselligen Stunden auf dem Weihnachtsmarkt machen sich die Taschendiebe zu nutze um in die vollen Taschen der Bürger zu greifen. Das wohlverdiente Weihnachtsgeld wechselt so schnell den Besitzer, das es fast unmöglich erscheint die Tathandlung mit bloßen Auge wahrzunehmen. Nicht nur in Großstädten sind Taschendiebe aktiv, sondern auch in kleineren gemeinden lauern die Taschendiebe auf dem dicht gedrängten Weihnachtmarkt. Taschendiebe wittern ihre Chance und entledigen dem fröhlichen Besucher am Glühweinstand seine Habschaft, der seine Brieftasche in die offene Jackentasche steckt. Erst beim Bezahlen am Mandelstand wird der Verlust bemerkt. So, oder auf  andere Weise passiert

es mehrere Hundert Mal am Tag. Das dichte Treiben in den überfüllten Kaufhäusern lockt auch ausländische Taschendiebe an. Die Aussicht auf das "Große Geld" ruft nicht selten kleinere Taschendiebstahl-Gruppen auf dem Plan. Professionelle Taschendiebe "besuchen" mehrere Städte oder Weihnachtsmärkte am selben Tag - nachdem sie innerhalb kürzester Zeit mehrere Taschendiebstähle begehen, verschwinden sie unbemerkt und fahren in die nächste Stadt, um dort ihr  Treiben  fortzusetzen.  Polizeiliche Statistiken  belegen,  dass die angezeigten Fälle  von

angezeigten Fälle von Taschen- und Trickdiebstahl im Monat Dezember um ca. 50% ansteigen. Die Ungekümmertheit der Bürger und die vollen Taschen sind Hauptgründe für den extremen Anstieg. Nicht ohne Grund wird die Weihnachtszeit die "Hochsaison der Taschendiebe" genannt. Oft bestreiten die Langfinger so viel Geld in diesem Zeitraum, dass sie mehrere Monate ihre Finger "still halten" können. Leichte Beute machen die Taschendiebe  an  Sonntagen,  wenn vermehrt   Familien mit Kinderwagen unterwegs  sind.  Kinderwagen

Kinderwagen die auch nur wenige Schritte neben den Besitzern stehen sind bei Dieben sehr beliebt. Nichts ist so einfach wie hier die abgehängte Handtasche lehr zuräumen. Während ein Täter sich zwischen den Wagen und den Eltern stellt, macht sich der Zweite unbemerkt an dem Portemonnaie zu schaffen. Auch geschlossene Taschen sind kein Problem für gute Taschendiebe. Ob Jackentasche oder auch Rucksäcke sind ein gefundenes "Fressen". Viele Opfer führen ihre Geldbörse im kleinem Fach am Rucksack auf. Der eine lenkt ab und der andere zieht unbemerkt. Bevor der Diebstahl bemerkt wird "hängen" die Taschendiebe schon wieder am nächsten  Opfer!

Trotz EC- und Kreditkarten haben die meisten Menschen in der Vorweihnachtszeit mehr Geld als üblich dabei. Oft lauern die Diebe ihren Opfern schon an den Geldautomaten auf. Dabei stellen sich die Taschendiebe hinter den Ahnungslosen und schauen, wie viel Geld abgehoben wird und wo der Kunde das Portemonnaie hinsteckt. In einem passenden Moment wird  die  Geldbörse  dann  blitzartig  weggeschnappt. Seien sie  Vorsichtig, getreu dem Motto "Kein Weihnachtsgeld" für

Taschendiebe" Wir wollen dass Sie sicher durch die Weihnachtszeit kommen und die Taschendiebe lehr ausgehen.


Münchner Oktoberfest 2005

 

Das Münchener Oktoberfest (Die Wiesn) lockt jedes Jahr mehrere Millionen von Besucher an. Aber nicht nur Schaulustige bereichern das lustige Treiben auf der Wiesn. Regelmäßig reisen professionelle Taschen- und Trickdiebe in die Landeshauptstadt. Lesen Sie die Abschlussbilanz (Stand 10.11.2005) zum Delikt Taschen- und Trickdiebstahl auf dem 172. Oktoberfest.

 

1. Abschlussbilanz Oktoberfest 2005

 

Rund 6,1 Millionen Besucher konnte das wohl größte Volksfest in Deutschland "Münchner Wien" verzeichnen. Damit stieg der Besucheranzahl um knapp 200.000 im Vergleich zum Vorjahr. Eine genaue Übersicht zur Kriminalitätsentwicklung auf dem Oktoberfest 2005 wird voraussichtlich erst im Januar 2006 vorliegen. Jedoch bereits wenige Wochen nach dem Ende des 172. Oktoberfestes liegen Zahlen und Fakten vor. Bis zum prognostisierten Schlussbericht im Januar 2006 werden noch einige Strafanzeigen, überwiegend von auswärtigen Dienststellen, bei der Polizei München eingehen. Der bisherige polizeiliche Kriminalitätsbericht für das Oktoberfest 2005 im Bereich Taschen- und Trickdiebstahl weist eine Fallzahl von 593 Taschendiebstählen auf. Damit wurden 220 weniger Delikt bekannt als im Vergleichsjahr 2004 (25%). Die Polizei nennt verschiedene Ursachen für den enormen Rückgang bei diesem Delikt. Der gezielte Einsatz gut ausgebildeter Taschendiebstahlfahnder, die Zusammenarbeit mit anderen Behörden, und die Präventionsmaßnahmen im Vorfeld des 172. Münchner Oktoberfestes waren ausschlaggebend für diesen 25%igen Rückgang. Insgesamt ermittelt die Münchner Polizei gegen 73 Beschuldigte (2004 = 81 Beschuldigte).

 

Die Täter sind in der Mehrzahl professionelle Taschendiebe, die bandenmäßig zusammenwirkten und nur zum Zwecke der Begehung von Straftaten überwiegend aus dem osteuropäischen Raum einreisten.  Eine slowakische Beschuldigte wurde bereits im Jahr 2002 wegen Trickdiebstahls in München angezeigt, gegen sie bestand außerdem ein Abschiebehaftbefehl.

Auch beim 172. Oktoberfest wurden 12 Videokameras auf dem Festgelände eingesetzt, die erfolgreich zur  Beweissicherung und der Fahndung nach Taschendieben eingesetzt werden konnten.


Das Paradies für Taschendiebe - Vorsicht Rosenverkäuferinnen auf Mallorca
 

Palma de Mallorca 2002: Meinen letzten Sommerurlaub verbrachte ich mit meiner damaligen Freundin Lika, dem kleinen Marvin und seinen Eltern Lena und Michael auf der wunderschönen Insel Mallorca. Entgegen meiner vorherigen Meinung muss ich sagen, dass sich eine Reise in das kleine Paradies immer wieder lohnt. Während  unseres Aufenthalts auf Mallorca, haben wir uns einen kleinen  Stadtflitzer  besorgt,  mit dem wir dann die Insel

 
 

erkundet haben. Natürlich durfte dabei auch nicht der Besuch in die Hauptstadt Palma de Mallorca fehlen, wo auch meine Geschichte spielt.

 
Besonders aufmerksam waren wir beim Einkaufsbummel durch die kleinen Gasse und den Touristenattraktionen, die uns die Hauptstadt Mallorcas  zu bieten hatte.  Zudem hatte ich ja schon viele Berichte in den Medien verfolgen können, die sich gerade mit dem Phänomen des Taschendiebstahl auf der Insel befassten.
 
Bei den ganzen Eindrücken und Sehenswürdigkeiten die wir bei dem Fußmarsch durch Innenstadt erlebten hatte ich die Sicherheitshinweise schon fast vergessen.  Ich denke, dass es fast jedem Touristen so ergeht, wenn er von so vielen neuen Eindrücken überschüttet wird!
 
Aber als wir dann durch einen großen Torbogen in das so genannte Herzstück der Hauptstadt schlenderten, und ich gar nicht mehr im Begriff war, auch nur an Taschen- und Trickdiebe zu denken, wurden Lika und Lena von zwei (2) älteren Frauen angesprochen. Sofort wusste ich Bescheid, und es fiel mir wie Schuppen von den Augen - es handelt sich um professionelle Taschendiebinnen, die gerade Lika und Lena als potentielle Opfer ausgemacht hatten.
 
Wahrscheinlich kann man es sich schwer vorstellen, aber als ich die beiden älteren Taschendiebinnen sah, begann mein Herz schneller zu schlagen, ich merkte wie mein Pulsschlag in astronomischer Geschwindigkeit anstieg!
 
Die beiden älteren Frauen umkreisten die Beiden förmlich. Sofort hielten die Taschendiebinnen ihr Rosen vor, die sie kaufen sollten. Die Taschendiebinnen stellten sich so zu Lika und Lena, dass der Rest der Gruppe isoliert wurde.
 
Sofort ging ich auf Lika zu, aber die eine Taschendiebin versperrte mir den Weg, so dass ich erst nicht an Lika heran kam. Dennoch gelang es mir und ich machte Lika darauf aufmerksam, dass es sich um Taschendiebe handelt. Lena bekam erst nichts von meinen Äußerungen mit.
 
Als die Taschendiebinnen bemerkten, dass ich wohl genau bescheid wusste, ließen sie von Lika ab, und konzentrierten sich dann zu zweit auf Lena, die gerade Marvin in einem Kinderwagen schob. Michael lief neben ihr, aber auch er hatte wohl nicht bemerkt, dass Lena Opfer eines Taschendiebstahlswerden soll.
 
Jetzt konnte ich sehen, wie die eine Taschendiebin Lena die Rose verkaufen wollte. Die andere versuchte Michael abzulenken, so dass er nichts von dem Fingergeschick ihrer Komplizen   mitbekam. Die Taschendiebin streckte Lena die Rose an das T-Shirt. Als Lena dann dachte, dass sie die Rose geschenkt bekommen hat, wollte sie sich schon von der Taschendiebin abwenden, aber nun trat die Diebin näher an Lena heran, und deutete an, dass sie für die Rose ein bisschen Kleingeld haben möchte. Erst wollte sie schon ihr Portemonnaie aus ihrer Tasche holen, aber als ich ihr dann zurief, dass sie es lassen sollte, da es sich bei den beiden Personen um Taschendiebinnen handelt, wandte sie sich von der einen Diebin ab. Erst nachdem die Diebinnen merkten dass  ihr Vorhaben nicht von Erfolg gekrönt sein wird, ließen sie von Lena ab.
 
Nachdem wir uns dann von den beiden entfernt hatten und einige Schritte in Richtung Innenstadt gegangen waren, schaute ich zurück zu den beiden Taschendiebinnen und konnte folgendes sehen:
 
Die beiden Taschendiebinnen hatten ein neues Opfer ausgemacht. Bei dem Opfer handelte es sich um eine Frau mittleren Alters. Die Frau wurde von beiden Taschendiebinnen angegangen. Auch hier hatte eine der Taschendiebinnen dem Opfer eine Rose an die Oberbekleidung gesteckt, während die andere auf die Geschädigte intensiv einredete.
 
Nach dieser Beobachtung ging ich auf die Frau zu und  um sie vor den Taschendiebinnen zu warnen. Als eine der Taschendiebinnen mich bemerkte trat sie an mich heran und drängte mich von der Geschädigten ab, sodass ich nicht an das Opfer herankommen konnte. Auch meine Zurufe blieben von der Geschädigten unbemerkt. Während mich die eine Taschendiebin abdrängte konnte ich beobachten, wie in den angrenzenden Seitenstraßen drei Männer mit abgedunkelten Sonnenbrillen näher herantraten. Nach dem äußerlichen Erscheinungsbild  musste es sich um Komplizen der weiblichen Taschendiebe handeln. Die männlichen Komplizen schützten offensichtlich die Tathandlungen der Taschendiebinnen. Als ich die Bewegungen der Männer bemerkte ,und ein Einschreiten unmöglich erschien, um die Geschädigte zu warnen, ließ ich von meinem Vorhaben ab, und bewegte mich in die Entgegengesetzte Richtung der Taschendiebinnen.
 
Während ich mich von dem Tatort entfernte, konnte ich beobachten, wie die beide Taschendiebinnen erneut das Opfer bedrängten. In diesem Augenblick sah ich, wie die Geschädigte ihr Portemonnaie in der Hand hielt und im Münzfach ihrer Geldbörse nach Kleingeld suchte. Jetzt hielt eine der Taschendiebinnen ein Pappschild an das Scheinfach der Geldbörse. Während die andere Diebin der Geschädigten über die Wange bzw. Kinn streichelte, zog die zweite Taschendiebin unter dem Pappschild aus dem Scheinfach mehrere Gegenstände heraus. Der Taschendiebstahl blieb von der Geschädigten offensichtlich unbemerkt, da sie sie zunächst stadtauswärts bewegte.
 
Daraufhin entfernten sich die beiden Taschendiebinnen im Schutz der Komplizen blitzschnell vom Tatort, und verschwanden in einer Seitenstraße der Innenstadt. Aufgrund der stark frequentierten Innenstadt verlor ich die Geschädigte aus den Augen!
 
Anmerkung:
In den Tourismusgebieten sind die Taschendiebe vermehrt unterwegs. Hierbei wird der sog. Blumenverkäufertrick von den Angehörigen der Sinti und Roma mit großer Beliebtheit ausgeführt. Passen Sie also besonders dort auf,wo sehr viele Menschen zusammen kommen,
damit Sie nicht Opfer eines Taschendiebswerden!

 
 

Die Olympischen Spiele von Athen

 

Die 29. olympischen Spiele sollen ein großes Fest werden, und alle Menschen der Welt mit einander vereinen. So klang es im Vorfeld der 1. Sommerspiele nach den Anschlägen vom 11. September in den Vereinigten Staaten von Amerika.

 

Sicherheit kostet ca. 1,2 Milliarden Euro

Die Griechischen Behörden haben nach Aussage der Athener Bürgermeisterin Dora Bakoyannis das Menschenmöglichste unternommen um den Schutz der olympischen Spiele von Athen 2004 zu gewährleisten. Vor Wochen verkündigte Sie bereits, das „Athen zur Zeit der olympischen Spiele der sicherste Aufenthaltsort in einer instabilen Welt sein wird“. Nicht nur technische Vorsichtsmaßnamen, wie Videoüberwachung kommen zum Einsatz. Die griechischen Behörden stockten aus Angst vor möglichen Terroranschlägen ihr Sicherheitspersonal auf  70.000 auf.  Die Spiele in Athen werden schon jetzt in die Geschichte von Olympia eingehen. Nach Angaben der griechischen Kulturministerin belaufen sich die Kosten für die Sommerspiele auf ca. 3 Milliarden Euro. Alleine die Sicherheitsmaßnahmen kosten Griechenland ca. 1,2 Milliarden Euro, laut Aussage Fanny Pallo-Petralia.

 

Warnung vor professionellen Taschendieben

Aber nicht nur die Gefahren in Zusammenhang mit der erhöhten Gefahr durch Terroranschläge machen der griechischen Polizei sorgen. Sicherheitsbeamte vor Ort befürchten das ein erhöhtes Aufkommen von Taschendieben das Hauptproblem der Kriminalität während der olympischen Spiele darstellen wird.

Die Athener Polizei hat Olympia-Besucher eindringlich vor Taschendieben gewarnt. "Wir rechnen mit einer intensiven Tätigkeit professionellen Taschendieben und werden ein Hauptaugenmerk auf diesen Personenkreis werfen", erklärte ein Polizeioffizier im Rundfunk.

 

Olympische Spiele 1896

Die Sicherheit der Olympischen Spiele war schon immer ein zentrales Thema mit höchster Priorität. Obwohl sich die Prävention der olympischen Spiele 1896 in Athen einfacher und kostengünstiger gestaltete, fürchteten sich die Organisatoren um die Sicherheit der Olympia-Besucher. Im Gegensatz zu heute wurden damals ein Regiment der königlichen Garde und zwei Kavallerie-Einheiten zur Sicherung der Spiele 1896 eingesetzt. Die eingesetzte Schutztruppe der ersten olympischen Spiele der Neuzeit umfasste damals eine 400-Mann starke Truppe. Im Gegensatz zur heutigen „Schutztruppe“ erscheinen die 400 Sicherheitskräfte der damaligen Zeit als Tropen auf dem heißen Stein, doch vor 108 Jahren war es eine durchaus ansehnliche Truppe. Die griechische Polizei wurde 1896 mit 30.000 Drachmen subventioniert

 

Invasion von ausländischen Taschendieben

Fürchtet man heute vor allem terroristische Anschläge, so waren es 1896 Taschendiebe aus Istanbul, Kairo und Alexandria. Die Organisatoren der Spiele erwarteten eine „Invasion“ durch ausländische Ganoven.  Aber nicht nur ausländische Kriminelle galten damals als Gefahrenquelle. Griechenland war als Land der Diebe in der ganzen Welt bekannt. Trotz aller Anstrengungen der Organisatoren schrieb eine Athener Zeitung  vor Eröffnung der Spiele, Leben und Eigentum der Besucher seien in den Straßen der von Athen ständig in Gefahr. Der Athener Polizeichef (Dimitrios B.) warnte ausdrücklich vor den Ansturm von Kriminellen. Griechenland Regierung sah sich im Vorfeld der Spiele gezwungen, mit aller Härte gegen Kriminelle vorzugehen, am so den schlechten Ruf entgegenzuwirken.

 

Griechische Diebe im Auftrag der Polizei

Der damalige Polizeichef von Athen ließ sich zusätzlich etwas ganz besonders Einfallen, um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten. Der Polizeichef entließ Kriminelle wie Taschendiebe aus den Gefängnissen und vereinbarte mit ihnen eine „Waffenruhe“ für die Dauer der olympischen Spiele und forderte sie auf, ihre "Kollegen" zu überwachen. Eine zumindest aus heutiger Sicht ungewöhnliche Maßnahme um die Sicherheit der Spiele zu gewährleisten. Der Polizeichef (Dimitrios B.) hielt mit ihnen eine Massenveranstaltung auf dem „Pnyx-Hügel“ ab. Er appellierte an die Kriminellen, ihre "Tätigkeit" aus Respekt vor der Olympischen Idee und der griechischen Gastfreundschaft während der Spiele einzustellen und andere Kriminelle zu überwachen. Zudem drohte er im Fall einer Missachtung mit der ganzen Härte der griechischen Polizei. Die griechische Ehre und der Gedanke an Schläge und Peitschenhiebe überzeugten die Diebe offenbar. Der Aufruf war erfolgreich. Während der Olympischen Spiele 1896 kam es zu keinem Zwischenfall. Die griechische Zeitung „Estia“ titelte damals: „Keine Geldbörse wurde geklaut“ König Georg I. war entsprechend stolz: "Nicht ein Überfall wurde dort  verübt, nicht ein  Taschendieb schlich  sich unter die  Menge

der Menschen

 


 

 
 

Quellenangaben:

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