|
Inhalt:
1. Was ist der KUNO -
Sperrdienst?
KUNO
ist die Abkürzung für Kriminalitätsbekämpfung im unbaren
Zahlungsverkehr durch Nutzung nichtpolizeilicher Organisationen.
Dies ist ein Projekt des Retail Institute (EHI) in Kooperation
mit der deutschen Polizei und dem Hauptverband des Deutschen
Einzelhandels (HDE).
2. Warum ein
weiteres Sperrsystem wie KUNO?
KUNO wurde entwickelt, um Zahlungen
per Karte, insbesondere solche mit Karte plus Unterschrift im sog.
EC - Lastschriftverfahren, sicherer zu machen. Dies geschieht in
Zusammenarbeit mit Unternehmen des Einzelhandels und deren
Netzbetreibern über einen zentralen Sperrdienst mit einer
zentralen Sperrdatei. Mit dem Aufbau, der Pflege und der
Weiterentwicklung dieser Sperrdatei wurde das
Retail Institute (EHI)
in Kooperation mit dem Hauptverband
des Deutschen Einzelhandels beauftragt. KUNO soll eine weitere
Hilfe darstellen, um den Schaden durch den Betrug beim Einkauf mit
der Debit - Karte per Lastschrift einzudämmen.
3. Die Entstehung von KUNO?
Die
Polizeiliche Kriminalstatik hat in den letzten Jahren einen
drastischen Anstieg der Fallzahlen im Debit Kartengebrauch
registriert. Eine weitere Steigerung der Kriminalität musste
ausgeschlossen oder zumindest erschwert werden. Das System wurde
zuerst im August 2001 in der Polizeidirektion Dresden eingeführt.
Dort konnte der Kartenmissbrauch im unterschriftsbasierten EC -
Lastschriftverfahren innerhalb eines Jahres um über 80 % gesenkt
werden. Aufgrund dieser überzeugenden Erfolge im Kampf um den
Missbrauch von Debit Karten im Lastschriftverfahren haben sich im
Laufe der Zeit immer mehr Bundesländer angeschlossen. Ziel ist die
flächendeckende Einführung und Umsetzung dieser Maßnahme. Eine
bundesweite Einführung scheiterte jedoch anfänglich an Vorbehalten
in die Sicherheit der Kartenzahlung mit Unterschrift. Nach
Gesprächen zwischen dem Hauptverband des Einzelhandels (HDE) und
der Innenministerkonferenz der Bundesländer konnte man sich jedoch
auf eine bundesweite Einführung einigen. Auf der
Innenministerkonferenz im Jahre 2005 haben dann die restlichen
Länder dem Beschluss zugestimmt. Der anerkannte Partner und die
einfache technische Realisierung des System waren ausschlaggebend
für die stetige Weiterentwicklung.
4. Wie funktioniert
das System KUNO?
 |
Das KUNO System wird von
Polizeidienststellen aller Bundesländer mit Informationen über
angezeigte Kartendiebstähle/- Verluste gefüllt, um den Einsatz
dieser Karten in angeschlossenen Unternehmen vor allem des
Einzelhandels zeitnah zu verhindern. Zu diesem Zweck werden
ausschließlich Bankdaten (Bankleitzahl, Kontonummer und, falls
bekannt - Kartenfolgenummer* ) an die KUNO - Sperrdatei
gemeldet und von dieser an |
|
Betreiber des Lastschriftverfahrens
weitergeleitet. Von der Polizeidienststelle erhalten die
Anzeigenden bei der Meldung Informationen, ob diese Daten in
das KUNO - Sperrsystem weitergeleitet wurden. Das Konto des
Anzeigenden ist dann bei diesen Unternehmen gesperrt.
Durch Nachmeldung der sog. Kartenfolgenummer,
über die ein Merkblatt informiert, das der Anzeigende bei der
Polizeidienststelle erhält, wird die Kontensperre in eine
Kartensperre umgewandelt, so dass der Einsatz anderer oder
später neu ausgestellter Karten, die an das Konto gebunden
sind, ermöglicht wird. Bei Sperrung der EC - Karte ohne
Kartenfolgenummer ist das gesamte Konto bis zu 14 Tage
gesperrt. Es empfiehlt sich somit die Kartenfolgenummer auch
im Nachgang zumelden. Dies kann man über die Polizei oder
unkompliziert selber im Internet veranlassen. Somit ist der
weitere Zugriff auf das eigen Konto gewährleistet und es ist
ausschließlich die Karte gesperrt. Eine neu beantragte Karte
kann wieder eingesetzt werden. Die Kartenfolgenummer kann man
z.B. aus Kontoauszügen oder Belegen entnehmen (siehe Bild
oben*)
Der Anzeigende ist in jedem Fall zusätzlich verpflichtet, den
Diebstahl/Verlust der Karte unverzüglich bei seinem
kontoführenden Kreditinstitut zu melden, damit die Karte auch
für Verfügungen an Geldausgabeautomaten oder für
Zahlungsverfahren mit Einsatz der Geheimnummer (Electronic
Cash) gesperrt werden kann.
Das heißt, wenn man die
Kartennachmeldung vornimmt, entsteht aus der Kontosperrung
eine Kartensperrung der entsprechenden EC - Karte.
5. Weitere Informationen!
www.kuno-sperrdienst.de
|
Ihre Meinung zählt! Was haben sie
für Erfahrungen mit dem Sperren von EC - Karten,
insbesondere dem Sperrdienst KUNO? Schreiben sie uns
eine E-Mail! Ihre Daten werden selbstverständlich
vertraulich behandelt. In Zusammenarbeit mit
dem Retail Institute
(EHI) leiten wir diese Daten gerne weiter, um so ggf.
Verbesserungen des Systems zu ermöglichen |

|
Quellenangaben:
Die Informationen wurden vom Sperrdienst KUNO aus dem Internet,
dem Onlinelexikon Wikipedia und eigenen Recherchen entnommen. Eine Gewähr
für Links, Richtigkeit und Vollständigkeit wird seitens dem Webmaster nicht
übernommen. Bei dem Internetauftritt handelt es sich um eine Sammlung
eigener urheberrechtlich geschützter
Schriftstücke, Werke und Bilder somit um eine persönliche
und geistige Schöpfung gem. UrhG. Eine Vervielfältigung oder
Veröffentlichung für nicht private Zwecke ist nur
mit der ausdrücklichen Genehmigung des Verfassers
(Körperschaft) möglich!
|
|
|