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Olympische Spiele 2004

aktualisiert am 03. Januar 2008

Die 29. olympischen Spiele sollen ein großes Fest werden, und alle Menschen der Welt mit einander vereinen. So klang es im Vorfeld der 1. Sommerspiele nach den Anschlägen vom 11.09.2001 in den Vereinigten Staaten von Amerika.

 

 

Sicherheit kostet ca. 1,2 Milliarden Euro

 

Die Griechischen Behörden haben nach Aussage der Athener Bürgermeisterin Dora Bakoyannis das Menschenmöglichste unternommen um den Schutz der olympischen Spiele von Athen 2004 zu gewährleisten. Vor Wochen verkündigte Sie bereits, das „Athen zur Zeit der olympischen Spiele der sicherste Aufenthaltsort in einer instabilen Welt sein wird“. Nicht nur technische Vorsichtsmaßnamen, wie Videoüberwachung kommen zum Einsatz. Die griechischen Behörden stockten aus Angst vor möglichen Terroranschlägen ihr Sicherheitspersonal auf  70.000 auf.  Die Spiele in Athen werden schon jetzt in die Geschichte von Olympia eingehen. Nach Angaben der griechischen Kulturministerin belaufen sich die Kosten für die Sommerspiele auf ca. 3 Milliarden Euro. Alleine die Sicherheitsmaßnahmen kosten Griechenland ca. 1,2 Milliarden Euro, laut Aussage Fanny Pallo-Petralia.

 

Warnung vor professionellen Taschendieben

 

Aber nicht nur die Gefahren in Zusammenhang mit der erhöhten Gefahr durch Terroranschläge machen der griechischen Polizei sorgen. Sicherheitsbeamte vor Ort befürchten das ein erhöhtes Aufkommen von Taschendieben das Hauptproblem der Kriminalität während der olympischen Spiele darstellen wird.

 

Die Athener Polizei hat Olympia-Besucher eindringlich vor Taschendieben gewarnt. "Wir rechnen mit einer intensiven Tätigkeit professionellen Taschendieben und werden ein Hauptaugenmerk auf diesen Personenkreis werfen", erklärte ein Polizeioffizier im Rundfunk.

 

Olympische Spiele 1896

 

Die Sicherheit der Olympischen Spiele war schon immer ein zentrales Thema mit höchster Priorität. Obwohl sich die Prävention der olympischen Spiele 1896 in Athen einfacher und kostengünstiger gestaltete, fürchteten sich die Organisatoren um die Sicherheit der Olympia-Besucher. Im Gegensatz zu heute wurden damals ein Regiment der königlichen Garde und zwei Kavallerie-Einheiten zur Sicherung der Spiele 1896 eingesetzt. Die eingesetzte Schutztruppe der ersten olympischen Spiele der Neuzeit umfasste damals eine 400-Mann starke Truppe. Im Gegensatz zur heutigen „Schutztruppe“ erscheinen die 400 Sicherheitskräfte der damaligen Zeit als Tropfen auf dem heißen Stein, doch vor 108 Jahren war es eine durchaus ansehnliche Truppe. Die griechische Polizei wurde 1896 mit 30.000 Drachmen subventioniert

 

Invasion von ausländischen Taschendieben

 

Fürchtet man heute vor allem terroristische Anschläge, so waren es 1896 Taschendiebe aus Istanbul, Kairo und Alexandria. Die Organisatoren der Spiele erwarteten eine „Invasion“ durch ausländische Ganoven.  Aber nicht nur ausländische Kriminelle galten damals als Gefahrenquelle. Griechenland war als Land der Diebe in der ganzen Welt bekannt. Trotz aller Anstrengungen der Organisatoren schrieb eine Athener Zeitung  vor Eröffnung der Spiele, Leben und Eigentum der Besucher seien in den Straßen von Athen ständig in Gefahr. Der Athener Polizeichef (Dimitrios B.) warnte ausdrücklich vor den Ansturm von Kriminellen. Griechenlands Regierung sah sich im Vorfeld der Spiele gezwungen, mit aller Härte gegen Kriminelle vorzugehen, am so den schlechten Ruf entgegenzuwirken.

 

Griechische Diebe im Auftrag der Polizei

 

Der damalige Polizeichef von Athen ließ sich zusätzlich etwas ganz besonders Einfallen, um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten. Der Polizeichef entließ Kriminelle wie Taschendiebe aus den Gefängnissen und vereinbarte mit ihnen eine „Waffenruhe“ für die Dauer der olympischen Spiele und forderte sie auf, ihre "Kollegen" zu überwachen. Eine zumindest aus heutiger Sicht ungewöhnliche Maßnahme um die Sicherheit der Spiele zu gewährleisten. Der Polizeichef (Dimitrios B.) hielt mit ihnen eine Massenveranstaltung auf dem „Pnyx-Hügel“ ab. Er appellierte an die Kriminellen, ihre "Tätigkeit" aus Respekt vor der Olympischen Idee und der griechischen Gastfreundschaft während der Spiele einzustellen und andere Kriminelle zu überwachen. Zudem drohte er im Fall einer Missachtung mit der ganzen Härte der griechischen Polizei. Die griechische Ehre und der Gedanke an Schläge und Peitschenhiebe überzeugten die Diebe offenbar. Der Aufruf war erfolgreich. Während der Olympischen Spiele 1896 kam es zu keinem Zwischenfall. Die griechische Zeitung „Estia“ titelte damals: „Keine Geldbörse wurde geklaut“ König Georg I. war entsprechend stolz: "Nicht ein Überfall wurde verübt, nicht ein Taschendieb schlich sich unter die Menschenmenge.

 


 

Quellenangaben:

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