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Die 29.
olympischen Spiele sollen ein großes Fest werden, und alle
Menschen der Welt mit einander vereinen. So klang es im
Vorfeld der 1. Sommerspiele nach den Anschlägen vom
11.09.2001 in den
Vereinigten Staaten von Amerika.
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Sicherheit kostet ca. 1,2
Milliarden Euro
Die
Griechischen Behörden haben nach Aussage der Athener
Bürgermeisterin Dora Bakoyannis das Menschenmöglichste
unternommen um den Schutz der olympischen Spiele von Athen 2004
zu gewährleisten. Vor Wochen verkündigte Sie bereits, das „Athen
zur Zeit der olympischen Spiele der sicherste Aufenthaltsort in
einer instabilen Welt sein wird“. Nicht nur technische
Vorsichtsmaßnamen, wie Videoüberwachung kommen zum Einsatz. Die
griechischen Behörden stockten aus Angst vor möglichen
Terroranschlägen ihr Sicherheitspersonal auf 70.000 auf. Die
Spiele in Athen werden schon jetzt in die Geschichte von Olympia
eingehen. Nach Angaben der griechischen Kulturministerin
belaufen sich die Kosten für die Sommerspiele auf ca. 3
Milliarden Euro. Alleine die Sicherheitsmaßnahmen kosten
Griechenland ca. 1,2 Milliarden Euro, laut Aussage Fanny
Pallo-Petralia.
Warnung vor professionellen
Taschendieben
Aber nicht
nur die Gefahren in Zusammenhang mit der erhöhten Gefahr durch
Terroranschläge machen der griechischen Polizei sorgen.
Sicherheitsbeamte vor Ort befürchten das ein erhöhtes Aufkommen
von Taschendieben das Hauptproblem der Kriminalität während der
olympischen Spiele darstellen wird.
Die Athener Polizei hat
Olympia-Besucher eindringlich vor Taschendieben gewarnt. "Wir
rechnen mit einer intensiven Tätigkeit professionellen
Taschendieben und werden ein Hauptaugenmerk auf diesen
Personenkreis werfen", erklärte ein Polizeioffizier im Rundfunk.
Olympische Spiele 1896
Die Sicherheit der Olympischen
Spiele war schon immer ein zentrales Thema mit höchster
Priorität. Obwohl sich die Prävention der olympischen Spiele
1896 in Athen einfacher und kostengünstiger gestaltete,
fürchteten sich die Organisatoren um die Sicherheit der
Olympia-Besucher. Im Gegensatz zu heute wurden
damals ein Regiment der königlichen Garde und zwei
Kavallerie-Einheiten zur Sicherung der Spiele 1896 eingesetzt.
Die eingesetzte Schutztruppe der ersten olympischen Spiele der
Neuzeit umfasste damals eine 400-Mann starke Truppe. Im
Gegensatz zur heutigen „Schutztruppe“ erscheinen die 400
Sicherheitskräfte der damaligen Zeit als Tropfen auf dem heißen
Stein, doch vor 108 Jahren war es eine durchaus ansehnliche
Truppe. Die griechische Polizei wurde 1896 mit 30.000 Drachmen
subventioniert
Invasion von
ausländischen Taschendieben
Fürchtet man heute vor allem
terroristische Anschläge, so waren es 1896 Taschendiebe aus
Istanbul, Kairo und Alexandria. Die Organisatoren der Spiele
erwarteten eine „Invasion“ durch ausländische Ganoven. Aber
nicht nur ausländische Kriminelle galten damals als
Gefahrenquelle. Griechenland war als Land der Diebe in der
ganzen Welt bekannt. Trotz aller
Anstrengungen der Organisatoren schrieb eine Athener Zeitung
vor Eröffnung der Spiele, Leben und Eigentum der Besucher seien
in den Straßen von Athen ständig in Gefahr. Der Athener
Polizeichef (Dimitrios B.) warnte ausdrücklich vor den Ansturm
von Kriminellen. Griechenlands Regierung sah sich im Vorfeld der
Spiele gezwungen, mit aller Härte gegen Kriminelle vorzugehen,
am so den schlechten Ruf entgegenzuwirken.
Griechische Diebe
im Auftrag der Polizei
Der damalige Polizeichef von Athen
ließ sich zusätzlich etwas ganz besonders Einfallen, um die
Sicherheit der Gäste zu gewährleisten. Der Polizeichef entließ
Kriminelle wie Taschendiebe aus den Gefängnissen und vereinbarte
mit ihnen eine „Waffenruhe“ für die Dauer der olympischen Spiele
und forderte sie auf, ihre "Kollegen" zu überwachen.
Eine zumindest aus heutiger Sicht ungewöhnliche
Maßnahme um die Sicherheit der Spiele zu gewährleisten. Der
Polizeichef (Dimitrios B.) hielt mit ihnen eine
Massenveranstaltung auf dem „Pnyx-Hügel“ ab. Er appellierte an
die Kriminellen,
ihre "Tätigkeit" aus Respekt vor der Olympischen
Idee und der griechischen Gastfreundschaft während der Spiele
einzustellen und andere Kriminelle zu überwachen. Zudem drohte
er im Fall einer Missachtung mit der ganzen Härte der
griechischen Polizei. Die griechische Ehre und der Gedanke an
Schläge und Peitschenhiebe überzeugten die Diebe offenbar.
Der Aufruf war erfolgreich.
Während der Olympischen Spiele 1896 kam es zu keinem
Zwischenfall. Die griechische Zeitung „Estia“ titelte damals:
„Keine Geldbörse wurde geklaut“ König Georg I. war entsprechend
stolz: "Nicht ein Überfall wurde verübt, nicht ein Taschendieb
schlich sich unter die Menschenmenge.
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