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Presseberichte Taschendiebstahl

- Berichte 2007 -

aktualisiert am 27. Mai 2008

  

 

. Index
   
  EC-Karten Kriminalität nimmt weiter zu
  Klopfertrick bringt 24.000 Euro Schaden
  Seriendiebe in Graz festgenommen
  Taschendiebstahl - Vorsicht bei Autokauf
  Taschendiebe haben Konjunktur
  Fünf Taschendiebe in Höchst verhaftet
  Taschendiebe erbeuten Schmuck
  Anklage gegen Bande von Trickdieben
  Kartenbetrüger lassen sich einschließen
  Taschendiebstahl im Vatikanstaat
  Taschendieb erbeutet 175.000 Franken
 
 
     
  EC-Karten Kriminalität nimmt weiter zu  
 

Trotz aller Bemühungen um mehr Sicherheit im bargeldlosen Zahlungsverfahren nehmen die Betrügereien mit gestohlenen oder gefälschten EC-Karten im Jahr 2007 weiter zu. Von Januar 2007 bis Ende November 2007 wurden nach Erkenntnissen der Frankfurter EURO Kartensysteme GmbH in Deutschland fast 10 400 Karten gefälscht und damit fast doppelt so viele wie im Vor- Jahreszeitraum. Die EURO Kartensysteme ist eine neutrale Einrichtung der deutschen Kreditwirtschaft, die sich unter anderem um das Sicherheitsmanagement für Zahlungskarten kümmert. Die Kriminellen verlagern sich dabei zunehmend auf das Fälschen von EC Karten, weil sie mit diesen Karten im Ausland direkt an Bargeld abheben können, ohne dass es der Eigentümer schnell mitbekommt. Den Gesamtschaden der durch Kartenbetrug und Diebstahl von EC-Karten im Jahr 2006 entstanden ist, wird auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt.  Nicht zuletzt durch die Einführung der einheitlichen Notrufnummer 116116 ging der Diebstahl von EC-Karten in diesem Jahr leicht zurück. Dass Verbraucher sich damit schneller gegen missbräuchliche Verwendung geklauter Karten schützen könnten, hätten auch Kriminelle mitbekommen. Bei EURO Kartensysteme wurden bis Ende November 2007 insgesamt 727 Fälle gemeldet, in denen mittels Manipulation an Geldautomaten oder Zahlungsterminals die Kartendaten von Kunden in Deutschland ausgespäht wurden. Im gesamten Vorjahr waren 753 Fälle bekannt geworden, 2005 waren es 502. Somit sei die Zahl der Fälle in diesem Jahr zwar wieder leicht zurückgegangen, doch die Karten und ihre Daten wurden oft gleich mehrfach für kriminelle Geschäfte genutzt, so dass sich die Zahl der Betrugsfälle insgesamt erhöhte. Unter dem Strich zählte EURO Kartensysteme 1141 "Angriffe" auf Geldautomaten.  An 405 manipulierten Geldautomaten in Deutschland spähten Kriminelle in diesem Jahr Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden aus. Besonders betroffen: Nordrhein-Westfalen (185 manipulierte Geldautomaten), Baden-Württemberg (47) und Berlin (40). In Hessen wurden 23 Manipulationen festgestellt, nur je 1 in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Die meisten der bundesweit mehr als 50 000 Geldautomaten blieben aber sicher. An die Karten oder die Geheimdaten von Bankkunden gelangten Diebe in jedem zehnten Fall in Kaufhäusern und Geschäften. In Singen (Baden-Württemberg) waren Täter beispielsweise Anfang 2007 mit folgender Masche erfolgreich: Sie schleusten ein umgebautes Kartenlesegerät in ein Fachgeschäft, stahlen damit Daten, erstellten dann Dubletten der Karten und hoben im Ausland Geld ab. Quelle: Internetpresse Agenturen

 
 
 
  Klopfertrick erfolgreich - Bahnreisende im ICE bestohlen  
 

Köln - Frankfurt: Am 02.12.2007 wurde einer 67jährigen Frau aus Südkorea im ICE von Köln nach Frankfurt/Main-Flughafen die Handtasche gestohlen. In der Handtasche befand sich u. a. Schmuck im Wert von ca. 26.000 Euro. Die Geschädigte hatte 2.400 Euro Bargeld in ihrer Handtasche sowie eine Kreditkarte. Die Koreanerin war mit ihrem Ehemann am Kölner Hauptbahnhof in den ICE nach Frankfurt-Flughafen eingestiegen und wurde bei einem Zwischenhalt in Bonn-Siegburg durch einen unbekannten Mann, der vom Bahnsteig aus an das Fenster ihres Abteiles klopfte, derart abgelenkt, dass eine zweite unbekannte Person die Handtasche aus dem Abteil entwenden konnte.

 
 
 
  Seriendiebe in Graz festgenommen  
 

Die Grazer Polizei hat vier Serien-Taschendiebe festgenommen. Sie sollen dutzende Diebstähle in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften begangen haben. Den vier Rumänen konnten zumindest 30 Taschendiebstähle in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften in Graz und Wien nachgewiesen werden. Die Polizei geht aber von einer weit höheren Anzahl an Straftaten aus, da einer der Verdächtigen zugab, seit dem achten Lebensjahr Taschendiebstähle zu verüben - er könne in einer Stunde bis zu 30 Geldbörsen stehlen. Opfer waren hauptsächlich Frauen, die in den Hauptverkehrszeiten zwischen 7.00 und 8.00 Uhr und zwischen 13.00 und 14.00 Uhr in öffentlichen Verkehrsmitteln bestohlen wurden. Die vier Männer sitzen nun in Haft.

 
 
 
  Taschendiebstahl - Vorsicht bei Autokauf  

 

Taschendiebe haben drei Bahnreisenden in Frankfurt innerhalb von dreieinhalb Stunden 39.000 Euro gestohlen. Alle Opfer befanden sich auf dem Weg zu Autokäufen und hatten deshalb große Geldsummen in der Tasche. Die Bundespolizei ging davon aus, dass alle Diebstähle von derselben Tätergruppe verübt wurden. Jedes Mal wurden die Opfer auf dem Hauptbahnhof von mehreren Menschen gleichzeitig in ein Gedränge bugsiert und um ihre Geldbörsen gebracht. Alle Autokäufer trugen ein Kfz-Kennzeichen bei sich und waren so als lohnendes Opfer zu erkennen. Beachten Sie diesbezüglich die Warnhinweise der Polizei!

 

 
 
  Venedig: Taschendiebe haben Konjunktur  
 

In Venedig / Italien haben die Taschendiebe Hochsaison. Nach Presseinformationen haben die Diebe einen jährlichen Umsatz von drei Millionen Euro. Schätzungen ergeben sicherlich noch eine viel Höhe Summe, da nicht alle Taschen- und Trickdiebstähle polizeilich angezeigt werden. Haupttäter sind vor allen minderjährige Auswandererfamilien. Das Problem ist in Deutschland gerade im Bereich Köln bekannt. Wie auch in Köln sind in Venedig die sog. "Klau-Kids" zu Hause. Die Täter sind dort in einer Vielzahl Kinder der mobilen ethnischen Minderheit, die aufgrund ihres Alters (unter 14 Jahren, nicht hinter Gitter landen können. Dazu kommen Dutzende von ausländischen Kriminellen, insbesondere Südamerikaner, klagte die Polizei, die sich machtlos sieht. 'Wir erwischen manchmal Kinder, sie kommen nach wenigen Stunden wieder frei", berichtete ein Polizist. In der Lagunenstadt werden jährlich über 20.000 Taten angezeigt (Red. Hellfeld). Die Redaktion taschendiebstahl.com weist nochmals auf die Verhaltsweisen von Touristen im Ausland hin. Informieren Sie sich bereits vor Reisebeginn über mögliche Schwerpunkte von Taschendieben, damit Sie Ihren Urlaub genießen können.

 
 
 
  Fünf Taschendiebe im Bahnhof Frankfurt - Höchst festgenommen  
 

Auf dem Bahnhof in Höchst konnte die zuständige Polizei fünf wohnsitzlose rumänische Taschendiebe nach vollendeter Tat festnehmen. Die drei Männer und zwei Frauen hatten dort einen Mann bedrängt und dabei 250,00 Euro erbeutet. Zivilfahnder stellten die Personengruppe bereits im Hauptbahnhof fest. Nachdem sie dort offensichtlich kein geeignetes Opfer ausfindig machen konnten, fuhren sie mit der S-Bahn nach Höchst, wo sie dann später auf ihr Opfer trafen. Der Geschädigte wurde in ein Gespräch verwickelt und bedrängt. Nachdem die Taschendiebe den Bahnsteig nach vollendeter Tat verlassen wollten, gaben sich die Zivilbeamten zu erkennen. Die fünf Taschendiebe wurden am darauf folgenden Tag dem Haftrichter zugeführt. Die männlichen Täter wurden im Anschluss der Justizvollzugsanstalt zugeführt.

 
 
 
  Taschendiebe erbeuten Schmuck im Wert von 30.000 Euro  
 

Drei weibliche Taschendiebe haben in Düsseldorf eine 81-jährige Frau bestohlen. Dabei erbeuteten die unbekannt gebliebenen Taschendiebe Schmuck im Wert von ca. 30.000 Euro. Schon im Fahrstuhl wurde die Geschädigte von den Dreien bedrängt. Dies setzte sich dann beim Einstieg in die S-Bahn fort. Erst als die drei Frauen die S-Bahn schnell wieder verließen, wurde die Geschädigte misstrauisch und bemerkte ihren Verlust. Bei den Tatverdächtigen soll es sich nach Angabe von Zeugen um drei Frauen im Alter zwischen 16 bis 25 Jahren handeln. Dabei fiel besonders auf, dass eine der drei Frauen Schwanger gewesen sein soll.

 
 
 
  Anklage gegen Bande von Trickdieben  
 

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen eine mutmaßliche Bande von Taschen- und Trickdieben erhoben. Die sieben Männern im Alter zwischen 31 und 37 Jahren sollen bundesweit Trickdiebstähle begangen haben. Dabei seien sie sehr professionell vorgegangen, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Freitag. Insgesamt seien mehr als 300 Taten ermittelt, von denen jedoch wegen der schwierigen Zuordnung nur 70 angeklagt werden sollen. Die Männer algerischer Herkunft waren vornehmlich auf Messen und in Gaststätten aktiv. Laut Staatsanwaltschaft wandten sie zumeist den so genannten Jackentrick an: Dabei stahlen sie durch den Ärmel ihrer auf einem Stuhl hängenden Jacke die Geldbörse aus der Jackentasche des hinter ihnen sitzenden Opfers. Die Diebe nahmen die Beute heraus und steckten die Geldbörsen zurück in die Jackentaschen ihrer Opfer, wodurch der Nachweis der Diebstähle noch schwieriger wurde. Zudem entwendeten sie Kreditkarten, von denen sie noch vor Ort die Daten kopierten. Mit Fälschungen gingen sie dann auf Einkaufstour. Die Höhe des entstandenen Schadens konnte die Staatsanwaltschaft nicht ermitteln, einer der Männer war jedoch Mitte vergangenen Jahres am Flughafen Frankfurt mit 40 000 Euro Bargeld geschnappt worden. Die Beschuldigten, von denen nach Angaben der Staatsanwaltschaft fünf in Untersuchungshaft sitzen, bestreiten die Vorwürfe. Der Prozessbeginn vor der 1. Strafkammer des Frankfurter Landgerichts ist für den 21. August angesetzt.

 
 
 
  EC-Kartenbetrüger lassen sich in Geschäfte einschließen  
 

Eine neue Masche der EC - Kartenbetrüger führte zum Glück nicht zum Erfolg. In Hamburg hatten sich über Geschäftslos hinaus dreiste Betrüger über Nacht in einem Tierfutterhaus einschließen lassen. Die zwei rumänischen Betrüger hatten über Nacht das Kartenlesegerät manipuliert um an die Bankdaten der Kunden zu kommen. Den Tätern gelang es zwar das Gerät dementsprechend zu manipulieren, jedoch wurde dies noch rechtzeitig bemerkt, sodass ein Schaden abgewandt werden konnte. Den Kunden des Tierfutterhauses fiel es erst auf, als diese mit ihrer Karte einige Tage später bezahlen wollten. Anfang Februar hatten die zwei Täter einen Chip ins Kartenlesegerät eingebaut. Am nächsten Morgen verschwanden die Täter unbemerkt. Erst nachdem die Täter nach einigen Tagen sich wieder haben einschließen lassen, bemerkte ein Mitarbeiter des Geschäftes, das am Gerät manipuliert worden ist. Über das BKA wurden umgehend alle Datensätze der ca. 700 Karten gesperrt. Nach der zentralen Sperrung wurden die Kunden über den Sachstand informiert. Ein größerer Schaden konnte somit abgewiesen werden. Die beiden Täter wurden inzwischen in Osnabrück bei gleicher Masche festgenommen. Die Täter haben die Taten u.a. die Tathandlungen in Hamburg gestanden. Es wird seitens der Polizei vermutet, dass es sich bei den beiden Tätern keinesfalls um Einzeltäter handelt, ferner liegt der Verdacht Nahe, dass es sich um eine organisierte Bande handelt. Die auf dem zuvor eingebauten Chip erlangten Daten werden auf Kartenrolingen bespeichert. Im Ausland erfolgt dann die Belastung der Konten. Erst viele Tage später fällt dieser Missstand den Kunden bzw. den Banken auf. In diesem Zusammenhang wird nochmals auf die Sicherheitshinweise in Bezug auf Kartenzahlung hingewiesen. Informationen zur Kartensicherheit erhalten sie u.a bei kartensicherheit.de.

 
 
 
  Vatikan: Viel Kriminalität aufgrund Taschen- und Trickdiebstahl  
 

Bei der  Vorstellung des vatikanischen Gerichtsjahres 2007 wurden die neusten polizeilich relevanten Zahlen präsentiert. Statistisch gesehen finden im Vatikan die meisten Straftaten der Welt statt.  Die eigene vatikanische Justiz befasste sich im vergangenen Jahr mit 486 Straf- und 341 Zivilverfahren. Die Bevölkerung des Vatikans beträgt aber nur 492 Staatsbürger. Die Kriminalitätsrate hängt damit zusammen, dass jährlich mehr als 19 Millionen Menschen den Vatikan besuchen. Bei den Straftaten handele es sich meist um Taschendiebstähle oder andere Eigentumsdelikte. Die meisten Taten bleiben unaufgeklärt, weil sich die Täter über die offene Grenze nach Italien absetzten und damit der vatikanischen Justiz entzögen.

 
 
 
  Taschendiebe erbeuteten 175.00 Franken  
 

Taschendiebe haben zur Weihnachtszeit wieder Hochkonjunktur. Doch nicht nur die belebten Weihnachtsmärkte sind Ziel von potentiellen Taschendiebprofis. In Zürich haben Taschendiebe eine ungewöhnlich große Summe an Bargeld gestohlen. Auf dem Flughafen in Zürich erbeutete sie eine Handtasche mit sachwerten in Höhe von ca. 175.000 Schweizer Franken. Am Check-In im Züricher Flughafen entwendeten die Diebe vom Trolly, einer 70-jährigen Reisenden, die wertvoll gefüllte Handtasche. Laut der Kantonspolizei waren vermutlich mehrere Täter am Werk. In einem unbeobachteten Moment schlugen die dreisten Diebe zu und erlangten so Schmuck, Kreditkarten und Flugtickets.

 
 
 

Quellenangaben:

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