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Alter und Familienstand
Diese Statistik zeigt ganz
klar auf, dass der überwiegende Anteil der Bestohlenen Frauen (84%)
ist, wobei der Männeranteil (16%) sehr niedrig ausfällt. Gerade Frauen
sind somit weit aus "attraktivere" Taschendiebstahlsopfer, da sie bei
einem entdeckten Taschendiebstahl weniger Gegenwehr zeigen. Aufgrund
der Familienstruktur bewegen sich mehr Frauen an den gefährdeten
Tatorten, wie Kaufhäuser, öffentlichen Verkehrsmitteln und z.B.
Einkaufszentren, um so den Einkauf der Familien zu erledigen. Ein
Großteil der weiblichen Taschendiebstahlsopfer hat zudem Kinder und
ist dadurch bereits abgelenkt, sodass der Taschendieb leichtes Spiel
hat. |
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Haben Sie den Taschendieb vor dem Diebstahl gesehen?
50
Taschendiebstahlsopfer (56%) haben den Täter vorher nicht wahrgenommen. Nur
17 Befragte haben den Taschendieb vor der Tat gesehen. Meist fiel den Opfern
das der jeweiligen Umgebung nicht angepasste Verhalten oder die unpassende
Kleidung auf. Die 17 Befragten sagten aus, dass es sich hierbei um
augenscheinlich drogenabhängige Personen handelte.
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Was empfanden Sie nach Entdeckung des Taschendiebstahl?
Der Schwerpunkt der
Antworten liegt mit 37 Befragten (49%) bei "sehr erschrocken", wobei
27 Bestohlene (36%) "nicht erschrocken" antworteten. Prozentuale
Unterschiede waren im Vergleich Mann / Frau nicht zu erkennen.
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Woran dachten Sie nach der Tat
35 Befragte fiel sofort der Verlust der Barmittel ein,
wobei lediglich 13 Befragte an die gestohlenen Papiere dachten. 7 Befragte
brachten den Verlust der Geldbörse vorerst nicht mit einem Taschendiebstahl
in Verbindung. |
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Stellten Sie den Taschendieb nach der Tat?
71 von 76 Befragten konnten den Taschendieb nicht nach der Tat
stellen. Das prozentuale Verhältnis zwischen Männern und
Frauen ist in dieser Statistik annähernd ausgeglichen. |
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Schulbildung der Bestohlenen
Die
Mehrzahl der Taschendiebstahl-Opfer hat eine mittlere (Realschule) bis
hohe Schulbildung (Gymnasium / Abitur). Diese Personen haben meist
Berufe mit mittleren bis hohen Einkommen, was wiederum eine
ordentliche bis wohlhabende Bekleidung bedeutet. Das lässt den
Rückschluss zu, das Taschendiebe ihre Opfer nach der Bekleidung
auszusuchen. Das Entdeckungsrisiko für einen Taschendieb ist durch
seine Nähe zum Opfer besonders hoch, damit sucht er sich
ausschließlich Personen aus, wo er viel Beute erhofft.
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Soziale Stellung der Bestohlenen
Aufgrund der
wirtschaftlichen Situation werden überwiegend Personen der
sog. Mittelschicht und der Oberschicht
Opfer von Taschendieben. Personen aus der sog.
Unterschicht zählen nur dann als potentielles Opfer, wenn eine
Gefährdung des Taschendiebs gering ist, sich eine leichte
"Klausituation" bietet oder wenn der Taschendieb Anhaltspunkte
hat, dass er auch bei diesen Personen auf
reiche Beute hoffen kann. Auch hierbei
ist festzustellen, dass der professionelle Taschendieb
seine Opfer genau auswählt, und nicht zufällig in die Taschen seiner
"Freier" greift.
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Wie beurteilen Sie das deutsche Strafrecht An
dieser Statistik kann man erkennen, dass der Großteil der Bestohlenen
das deutsche Strafrecht als Ungenügend einstuft. Die
Taschendiebstahlsopfer fordern härtere Strafen für Kriminelle. Nur
zwei der 74 Befragten halten das deutsche Strafrecht für Gut. Die
männlichen Opfer stufen das deutsche Strafrecht in der Mehrzahl als
Ungenügend ein.
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Haben Sie nach der Tat Vorsichtsmaßnahmen getroffen?
50 Bestohlene
(68%) gaben an, in Zukunft bessere Sicherheitsvorkehrungen zu
treffen. 24 Opfer (33%) der Taschendiebstahlsopfer werden auch
in Zukunft keine weiteren Vorsichtsmaßnahmen gegen Taschendiebe
treffen. Diese Betroffenen sind der Meinung das sie dann auch
keine Chance gegen Taschendiebe hätten. Fast alle Befragten
waren im Besitz eines Geldgürtels oder eines Brustbeutels,
tragen diesen aber nur auf Urlaubsreisen |
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Quellenangaben:
Kriminalakademie der
Kriminalistischen Studiengemeinschaft e.V. Fachschriftenverlag Dr.
H. Schäfer - Die Angst des Bürgers vor dem Dieb - Im Niemandsland
der öffentlichen Sicherheit 1994.
Sammlung
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